Seien wir ehrlich: Ein Betreten eines Reinraums sollte sich nicht wie ein aufwändiger Prozess oder eine Art komplexes Ritual anfühlen. Wenn Sie jemals versucht haben, ein Tablett mit empfindlichen Zellkulturen zu balancieren, während Sie mit einer klebrigen Schwingtür kämpften, wissen Sie genau, wie frustrierend dieses Szenario sein kann. Jedes Mal, wenn eine Person einen Griff berührt oder eine Tür mit Hüfte oder Schulter aufdrückt, stellt dies – über die persönliche Unannehmlichkeit hinaus – ein kleines, aber reales Kontaminationsrisiko dar. Damit wird der Zweck der kontrollierten Umgebung vollständig zunichte gemacht. Genau aus diesem Grund sind automatische Schiebetüren mittlerweile die Standardwahl in pharmazeutischen Labors, Halbleiterfabriken und medizinischen Einrichtungen geworden. Sie sind einfach logisch: Sie nähern sich dem Eingang, winken mit der Hand nahe am Sensor – und die Tür gleitet leise und reibungslos auf. Sie treten hindurch, ohne eine einzige Oberfläche zu berühren, und die Tür schließt sich hinter Ihnen wieder hermetisch, wodurch das kritische Druckgleichgewicht im Raum wiederhergestellt wird.
Während das Endergebnis nahtlos und fast magisch in seiner Einfachheit wirkt, ist die fachgerechte Montage einer solchen Tür keine Aufgabe für einen gelegentlichen Heimwerker oder einen Generalunternehmer, der sich nicht mit Druckdifferenzen in der Raumluft auskennt. Eine automatische Schiebetür für Reinräume ist ein präzisionsgefertigtes technisches Gerät. Um langfristig korrekt zu funktionieren, muss die Ausrichtung absolut perfekt sein, die Befestigung äußerst stabil, und die Dichtungen müssen luftdicht sitzen. Ist die obere Führungsschiene auch nur geringfügig nicht waagerecht ausgerichtet, stöhnt oder schleift die Tür oder schließt letztendlich gar nicht mehr. Werden die Randdichtungen nicht korrekt eingesetzt, geht der Überdruck im Raum verloren, wodurch ungefilterte Luft eindringen kann. Sind die Bewegungsmelder zu empfindlich eingestellt, löst die Tür bei jedem Vorbeigehen einer Person im Flur aus – was sowohl störend als auch störend für das Gleichgewicht der Schleuse ist. Branchenberichte deuten darauf hin, dass rund dreißig Prozent der Kontaminationsvorfälle in kontrollierten Räumen auf Versagen der Türdichtungen oder auf eine unsachgemäße Installation bzw. Wartung der Türen zurückzuführen sind.
Ob Sie eine brandneue Anlage errichten oder eine ältere Reinraum-Anlage nachrüsten – gehen wir gemeinsam die konkreten Schritte bei der Installation einer automatischen Schiebetür für Reinräume durch. Ziel ist es, den Installationsprozess zu entmystifizieren, sodass Sie genau verstehen, was dabei erforderlich ist und – noch wichtiger – worauf Sie achten müssen, um sicherzustellen, dass die Arbeit bereits beim ersten Mal korrekt ausgeführt wird. Zwar liegt der Fokus hier auf den beweglichen Komponenten der Tür selbst; dennoch sei darauf hingewiesen, dass die umgebende Wandkonstruktion genauso wichtig ist. Unternehmen wie Glostarpanel spezialisieren sich auf die Herstellung hochwertiger Reinraum-Paneelsysteme, die den idealen, stabilen Rahmen für eine solche Tür bieten. Eine Tür ist nur so gut wie die Wand, an der sie befestigt ist.
Vorbereitung des Raums und der Struktur
Bevor Sie überhaupt daran denken, die Kiste mit Ihrer glänzenden neuen Tür zu öffnen, ist eine erhebliche Menge an Baustellenvorbereitung erforderlich. Sie dürfen auf keinen Fall eine schwere automatische Türanlage einfach an irgendeine instabile Wand anschrauben und darauf hoffen, dass alles funktioniert. Die Rohöffnung in der Wand muss bestimmte Größenanforderungen erfüllen, und noch wichtiger ist, dass die Wand selbst über die notwendige statische Tragfähigkeit verfügt, um das gesamte System zu tragen.
Zunächst zu den Maßen: Die Abmessungen der Rohöffnung müssen strikt den Einreichungszeichnungen und Spezifikationen entsprechen, die mit Ihrem speziellen Reinraumtürmodell geliefert wurden. Bei einer typischen außenmontierten Schiebetür könnte es sich beispielsweise um eine Wandöffnung von mindestens 205,7 cm Höhe mal 91,4 cm Breite handeln; gehen Sie jedoch keinesfalls davon aus. Prüfen Sie stets die Ausführungszeichnungen. Der entscheidende Faktor, den manchmal vergessen wird, ist der seitliche Freiraum. Das Türblatt benötigt einen Platz, an den es beim Öffnen verschoben werden kann. Auf der Schiebeseite muss daher ein freier, unbehinderter Wandabschnitt vorhanden sein, dessen Breite mindestens der Breite des Türblatts entspricht. Fehlt dieser Raum, liegt bereits vor dem ersten Bohren ein gravierendes Problem vor.
Als Nächstes müssen Sie die strukturelle Integrität der Wand überprüfen. Diese Türanlagen sind schwer. Wir sprechen hier von einem robusten Aluminium- oder Edelstahlrahmen, einem massiven Türblatt, das häufig aus dichten Materialien besteht, einem motorbetriebenen Laufschienensystem sowie sämtlichen elektronischen Steuerboxen. Das ist eine erhebliche Menge Gewicht, die an der Wand hängt. Falls Sie die Tür in einer metallischen Sandwichpaneel-Wand installieren, dürfen Sie die Laufschiene nicht einfach direkt an der Paneel-Oberfläche befestigen, ohne zusätzliche Verstärkung. Langfristig würde sie durchhängen. Sobald das Durchhängen einsetzt, läuft die Tür nicht mehr reibungslos, die Rollen verschleißen schneller und die Dichtungen richten sich falsch aus. Möglicherweise müssen Sie einen Stahlsturz in den Wandhohlraum einbauen oder eine andere Form innerer statischer Verstärkung vornehmen, um der Türlaufschiene einen soliden Verankerungspunkt zu bieten.
Wir müssen auch die Umgebung selbst berücksichtigen. Falls der Reinraum bereits in Betrieb ist, müssen die Montagecrew äußerste Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um eine Kontamination des Raums zu vermeiden. Das bedeutet, temporäre Kunststoff-Abtrennbarrieren aufzustellen, um den Arbeitsbereich vom übrigen Raum abzuisolieren. Sie sollten HEPA-gefilterte Unterdruck-Luftreinigungsgeräte einsetzen, um jeglichen Staub, der beim Bohren entsteht, zu entfernen. Und natürlich müssen die Techniker vollständige Reinraumkittel tragen, um das Ablösen von Hautzellen und Fasern auf den Boden zu verhindern. Die gesamte Reinigung sollte mit HEPA-Staubsaugern erfolgen – niemals durch Besen –, um sicherzustellen, dass keine Partikel in den Luftstrom aufgewirbelt werden.
Abschließend ein Hinweis zum Personal: Dies ist keine Aufgabe für einen allgemeinen Bauarbeiter. Die Montage einer Reinraumtür muss von qualifizierten Technikern durchgeführt werden, die sowohl die mechanischen Feinheiten automatisierter Türsysteme als auch die strengen Vorschriften zur Kontaminationskontrolle verstehen. Sie müssen mit elektrischer Verkabelung vertraut sein, in der Lage sein, die Montageanleitungen des Herstellers zu lesen und strikt einzuhalten, sowie Erfahrung darin besitzen, vor dem Einschlagen der ersten Schraube zu überprüfen, ob die Wandverankerung ausreichend ist.
Montage der Laufschiene und exaktes Ausrichten auf Waagerechte
Sobald die Baustelle vorbereitet und die Wand als fertig bestätigt ist, folgt die nächste wichtige Phase: die Montage der Kopfschiene. Dieser Schritt ist wohl der kritischste Teil der gesamten Installation. Falls die Schiene nicht vollständig waagerecht angebracht wird, funktioniert nichts anderes im System korrekt. Die Tür rollt bergab zu schnell und hat bergauf Schwierigkeiten. Sie schließt möglicherweise nicht vollständig oder verklemmt sich gar und bleibt völlig stehen. Schlimmer noch: Eine nicht waagerechte Schiene erzeugt eine ungleichmäßige Belastung des Motors und der Rollen, was die Lebensdauer Ihrer teuren Reinraumtür erheblich verkürzt.
Um dies korrekt auszuführen, verwenden Monteure einen Laser-Entfernungsmesser mit Nivellierfunktion. Ein herkömmliches Wasserwaagen-Bubble-Level bietet einfach nicht die erforderliche Genauigkeit für diese Art präziser Arbeit. Der Techniker hält die Schienenmontage in der vorgesehenen Höhe an der Wand fest, überprüft die Waagerechtheit mit dem Laser und verwendet bei Bedarf Unterlegscheiben, bis die Schiene vollständig horizontal ausgerichtet ist. Die zulässige Toleranz für Abweichungen ist hier äußerst gering – üblicherweise weniger als ein Millimeter über die gesamte Länge der Schiene.
Dann folgt die eigentliche Montage. Die Laufschiene muss sicher an der Wandkonstruktion befestigt werden oder – idealerweise – am verstärkten Stahlsturz, den wir zuvor besprochen haben. Die Befestigungselemente müssen in Holz- oder Metallständer bzw. eine massive Unterlage greifen, nicht nur in die dünne Oberfläche einer Reinraumplatte. Sobald die Laufschiene montiert ist, sollte der Installateur einen Schritt zurücktreten und die Waagerechtigkeit noch einmal überprüfen. Es kommt häufig vor, dass sich die Schiene beim Anziehen der Schrauben leicht verschiebt; daher lohnt sich stets eine erneute Kontrolle, bevor mit dem nächsten Arbeitsschritt fortgefahren wird. Der Installateur sollte zudem sicherstellen, dass das Innere der Laufschiene makellos sauber ist und frei von jeglichen Metallspänen oder Bauabfällen, die möglicherweise hineingefallen sind. Selbst ein winziges Körnchen Schmutz im Laufkanal kann dazu führen, dass die Tür rumpelt, vibriert oder klemmt.
Bei einer Reinraumanwendung stellt auch die Schnittstelle zwischen der Laufschiene und der Wand einen potenziellen Leckpfad dar. Die Schienenabdeckung sollte bündig mit der Wandoberfläche abschließen. Häufig wird entlang der oberen Kante eine Dichtmasse aus reinraumtauglichem, niedrig ausgasendem Silikon aufgetragen, um sicherzustellen, dass diese Fuge vollständig luftdicht ist. Dadurch wird der Druckunterschied im Raum aufrechterhalten und verhindert, dass ungefilterte Zwischenluft über den Wandhohlraum in den Reinraum gesaugt wird.
Einhangen der Türflügel und Verbindung mit dem Antrieb
Sobald die Laufschiene fest montiert ist, kann der Türflügel eingesetzt werden. Für diesen Arbeitsschritt benötigen Sie unbedingt eine zusätzliche helfende Hand. Ob der Flügel aus dickem gehärtetem Glas oder aus schwerem Edelstahl besteht – er ist sperrig und unhandlich zu bewegen. Das Letzte, was Sie wollen, ist, die Tür fallen zu lassen oder gegen die Wand zu stoßen und dabei die Oberfläche bereits vor dem ersten Gebrauch zu beschädigen.
Das Türblatt wird mit einem Satz Aufhängungswinkel oder Rollenwagen geliefert, die an seiner oberen Kante befestigt sind. Dabei handelt es sich um die Räder, die innerhalb der Laufschiene laufen. Der Installateur muss die Tür anheben und diese Rollen vorsichtig in die Führungsrinne der Schiene einrasten lassen. Dies kann etwas knifflig sein und erfordert eine ruhige Hand sowie etwas Geduld, um alles exakt auszurichten.
Sobald die Tür frei an der Laufschiene hängt, folgt als nächster Schritt die Verbindung mit dem Antriebsmechanismus. Die meisten automatischen Schiebetüren verwenden einen zahnförmigen Zahnriemen aus glasfaserverstärktem Gummi. Dieser Riemen verläuft innerhalb der Laufschiene und wird von einem Elektromotor angetrieben. Ein spezieller Winkel an der Oberseite der Tür klemmt sich auf diesen Riemen. Sobald der Motor dreht, bewegt sich der Riemen und die Tür gleitet entsprechend mit.
Bevor alle Befestigungselemente vollständig angezogen werden, verschiebt der Installateur die Tür in der Regel manuell mehrmals hin und her. Dabei prüft er, ob die Bewegung gleichmäßig verläuft, und lauscht auf eventuelles Schaben oder Blockieren. Falls die Bewegung rau erscheint, nimmt er feine Justierungen an den Aufhängewinkeln vor, um sicherzustellen, dass die Tür exakt senkrecht und rechtwinklig zur Laufschiene ausgerichtet ist. In diesem Stadium überprüft er zudem den Spalt zwischen der Unterkante der Tür und dem fertigen Fußboden. In einem Reinraum muss dieser Spalt minimal gehalten werden, um die Luftdichtung aufrechtzuerhalten – üblicherweise beträgt er etwa fünf bis zehn Millimeter. Gleichzeitig muss jedoch ausreichend Spiel vorhanden sein, damit sich die Tür bei der Bewegung nicht am Boden schleift oder daran reibt.
Die Anti-Anhebe-Rollen oder Verriegelungsmechanismen sollten ebenfalls zu diesem Zeitpunkt überprüft werden. Dabei handelt es sich um kleine Komponenten, die verhindern, dass die Tür versehentlich oder absichtlich aus der Laufschiene angehoben wird. Sie verriegeln die Tür sicher in der oberen Laufschiene und stellen eine wesentliche Sicherheits- und Schutzfunktion dar, die niemals vernachlässigt werden darf.
Die richtige Dichtung für eine saubere Raumumgebung
Nun gelangen wir zu dem Teil, der eine Reinraumtür tatsächlich von der automatischen Tür unterscheidet, wie man sie im Lebensmittelgeschäft sieht: das Dichtungssystem. In einer kontrollierten Umgebung ist die Tür nicht bloß ein Durchgang, sondern ein entscheidendes Element der Kontaminationskontrollstrategie. Die Dichtungen entlang des Türumfangs müssen fehlerfrei sein.
Die meisten hochwertigen Reinraumtüren sind mit speziellen elastomeren Dichtungen oder Dichtungsleisten ausgestattet, die sich über den gesamten Umfang des Türblatts erstrecken. Diese bestehen üblicherweise aus Silikon oder EPDM-Kautschuk – Materialien, die aufgrund ihrer Beständigkeit gegenüber wiederholter Einwirkung aggressiver Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel ohne Alterung, Rissbildung oder Ausgasung ausgewählt werden. Beim Schließen der Tür müssen diese Dichtungen gleichmäßig gegen den Rahmen zusammengedrückt werden, um eine luftdichte Barriere zu bilden, die das Eindringen von Staub, luftgetragenen Mikroorganismen und Feuchtigkeit verhindert.
Während der Montage achtet der Techniker sehr genau darauf, wie die Tür im geschlossenen Zustand am Rahmen anliegt. Wenn die Laufschiene perfekt waagerecht installiert und die Aufhängungswinkel korrekt justiert wurden, sollte sich die Tür von selbst genau dort einstellen, wo die Dichtungen ringsum vollständigen Kontakt herstellen. Ist jedoch auch nur etwas minimal verkehrt eingestellt, wird eine Lücke sichtbar – möglicherweise ein hauchdünner Lichtspalt an der oberen Ecke oder eine geringfügige Unregelmäßigkeit entlang der unteren Kante. Diese Lücke mag winzig erscheinen, doch in einem Raum, der einen bestimmten Druckunterschied aufrechterhalten soll, stellt selbst ein kleiner Leckstrom einen gravierenden Fehler dar. Luft strömt stets vom Bereich höheren Drucks zum Bereich niedrigeren Drucks über den Weg des geringsten Widerstands. Ist dieser Weg eine Lücke rund um Ihre Reinraumtür, ist die gesamte Leistungsfähigkeit der Anlage beeinträchtigt.
In einigen Anwendungen verfügt die Tür möglicherweise auch über eine automatische Absenk-Dichtung an der Unterseite. Dabei handelt es sich um eine Dichtung, die während der Türbewegung eingefahren bleibt, um ein Schleifen zu verhindern, und sich erst nach dem Stillstand der Tür absenkt, um eine dichte Abdichtung gegen die Bodenfläche zu gewährleisten. Solche Dichtungen sind insbesondere in pharmazeutischen Umgebungen weit verbreitet, wo höchste Hygiene- und Trennungsanforderungen gestellt werden. Die korrekte Einstellung von Zeitpunkt und Druck dieser Absenk-Dichtung erfordert zusätzlichen Aufwand, doch die dadurch erzielte Verbesserung der gesamten Raumintegrität lohnt sich durchaus.
Der Installateur sollte außerdem vor Inbetriebnahme der Tür eine gründliche Sichtprüfung aller Dichtungen durchführen. Achten Sie auf kleine Risse, abgeflachte Stellen oder Herstellungsfehler. Eine beschädigte Dichtung macht das gesamte Dichtsystem unwirksam. Ist eine Dichtung beschädigt, muss sie unverzüglich ausgetauscht werden. Es macht keinen Sinn, all diese sorgfältige Ausrichtungsarbeit zu leisten, nur um die Leistungsfähigkeit des Reinraums durch ein defektes Gummiteil zu beeinträchtigen.
Stromanschluss und Programmierung der Sensoren
Nachdem die physische Tür eingebaut und die Dichtungen in Ordnung sind, folgt der nächste Schritt: Die Tür zum Leben erwecken, indem Strom angeschlossen und die Automatisierung eingerichtet wird. Hier kommt der Komfort der berührungslosen Bedienung wirklich zum Tragen.
Der Motor und die Steuereinheit befinden sich üblicherweise unauffällig innerhalb der Laufschiene. Der Installateur verlegt eine dedizierte Stromleitung zur Tür und stellt sicher, dass alle Arbeiten den örtlichen Elektrovorschriften und Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Selbstverständlich muss vor jeglichen Verdrahtungsarbeiten die Stromversorgung am Sicherungskasten abgeschaltet werden. Sobald die Verdrahtung abgeschlossen und zweimal überprüft ist, kann die Stromversorgung wieder eingeschaltet werden, und die Steuereinheit der Tür wird aktiviert.
Die Steuerung ist im Wesentlichen das Gehirn des Systems. Sie überwacht die Position der Tür mittels eines Encoders und steuert die Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit, die Haltezeit in geöffneter Stellung sowie das Verhalten der Tür bei Hindernissen auf ihrem Weg. Die meisten modernen Steuerungen sind hochgradig einstellbar – was von Vorteil ist, da die werkseitigen Standardeinstellungen selten ideal für eine bestimmte Reinraumumgebung sind.
Hier kommen die Bewegungssensoren zum Einsatz. Eine automatische Schiebetür für Reinräume verwendet typischerweise aktive Infrarot- oder radarbasierte Bewegungssensoren, um sich nähernde Personen zu erkennen. Diese Sensoren können entweder oberhalb der Tür im Rahmen oder in den seitlichen Zargen integriert sein. Der Installateur muss sie entsprechend positionieren und ihre Empfindlichkeit so einstellen, dass sie zuverlässig eine Person erfassen, die eintreten möchte, ohne jedoch zu früh oder zu häufig auszulösen.
Wenn die Sensoren zu empfindlich eingestellt sind, öffnet sich die Tür jedes Mal, wenn ein Laborkittel im Flur am Raum vorbeigeht. Dies ist nicht nur lästig, sondern führt bei jedem Öffnungszyklus zu unnötigen Luftverwirbelungen und potenziellen Kontaminationen im Reinraum. Andererseits führt eine unzureichende Empfindlichkeit der Sensoren dazu, dass Sie sich ungeschickt vor der Tür bewegen und mit den Armen wedeln müssen, um die Aufmerksamkeit der Tür zu erregen. Das Auffinden dieses optimalen Empfindlichkeitsbereichs erfordert etwas Ausprobieren und Anpassen. Der Techniker nimmt in der Regel mehrere Einstellungen vor und testet die Tür anschließend aus verschiedenen Annäherungswinkeln und -entfernungen.
Weitere programmierbare Parameter umfassen die Öffnungsgeschwindigkeit, die Schließgeschwindigkeit, die Haltezeit in geöffneter Position, bevor die Tür mit dem Schließen beginnt, sowie die endgültige Verzögerungsgeschwindigkeit beim Annähern an den vollständig geöffneten oder vollständig geschlossenen Türrahmen. Diese Einstellungen können präzise angepasst werden, um dem spezifischen Personen- und Materialfluss im Reinraum zu entsprechen. Ein stark frequentierter Flur erfordert möglicherweise eine höhere Öffnungsgeschwindigkeit und eine längere Verzögerungszeit, während eine weniger genutzte Transferluke von einer langsameren, schonenderen Bewegung profitieren könnte.
Abschließend müssen die Sicherheitsfunktionen getestet werden. Trifft die Tür beim Schließen auf ein Hindernis, muss sie unverzüglich anhalten und ihre Richtung umkehren, um Verletzungen oder Beschädigungen von Geräten zu verhindern. Dies ist eine zwingende Sicherheitsfunktion, die während der Installation verifiziert und dokumentiert werden muss.
Endgültige Prüfung und Sicherstellung, dass alles perfekt funktioniert
Sie könnten versucht sein, die Arbeit als abgeschlossen zu betrachten, sobald sich die Tür reibungslos hin und her bewegt. Doch in einer Reinraumumgebung ist die Installation erst dann wirklich abgeschlossen, wenn alle Komponenten gründlich getestet und validiert wurden. Dieser letzte Schritt unterscheidet eine professionelle, vorschriftenkonforme Installation von einer hastigen.
Die erste Testrunde erfolgt visuell und manuell. Der Installateur führt den Türzyklus mehrere Dutzend Male durch und achtet dabei auf Unregelmäßigkeiten – sowohl optisch als auch akustisch. Verläuft die Bewegung flüssig und nahezu geräuschlos? Komprimieren sich die Dichtungen gleichmäßig gegen den Rahmen? Stoppt die Tür bei jedem einzelnen Zyklus exakt an derselben Position? Selbst geringste Vibrationen, Klappergeräusche oder Zögern deuten darauf hin, dass noch mechanische Nachjustierungen erforderlich sind.
Als Nächstes muss der Druckunterschied über die Tür überprüft werden. Der Reinraum muss in der Lage sein, den vorgegebenen positiven oder negativen Druck bei geschlossener Tür aufrechtzuerhalten. Zeigt der Druckmonitor des Raums einen Abfall oder Schwankungen an, während sich die Tür in Ruhestellung befindet, deutet dies darauf hin, dass irgendwo am Türzargen, im Schienenkasten oder an den Wanddurchbrüchen eine Luftleckage vorliegt. Mit einem Rauchstifttest können diese kleinen, aber signifikanten Luftleckagen entlang der Peripherie visuell identifiziert werden.
Es ist ebenfalls sinnvoll, den Betrieb der Tür zu testen, während die Reinraum-Klimaanlage mit voller Leistung läuft. Manchmal kann der Luftdruck im Raum tatsächlich beeinflussen, wie sich ein leichtes Türblatt bewegt. Die Tür sollte sich genauso reibungslos öffnen und schließen, wenn der Raum vollständig unter Druck steht, wie auch dann, wenn die Lüftungsanlage ausgeschaltet ist.
Schließlich sollten alle erforderlichen Unterlagen vollständig abgeschlossen sein. Der Installateur muss eine vollständige Aufzeichnung der programmierten Steuerungseinstellungen, eine Checkliste der durchgeführten Leistungstests sowie alle relevanten Garantieinformationen oder Wartungspläne bereitstellen. Diese Dokumentation ist entscheidend für behördliche Konformitätsprüfungen und wird bei zukünftigen Störungen an der Tür unverzichtbar sein.
Sobald alle Prüfungen abgeschlossen sind und die Tür einwandfrei funktioniert, kann der Installationsbereich gründlich gereinigt werden. Alle Werkzeuge, Abfallmaterialien und Verpackungen müssen aus dem Reinraum entfernt werden, und der Boden sollte abschließend noch einmal sorgfältig abgewischt werden, um eventuelle Fußabdrücke oder Staubspuren der Montagemannschaft zu beseitigen. Anschließend kann der Reinraum wieder uneingeschränkt in Betrieb genommen werden – mit der Gewissheit, dass die neue Tür jahrelang zuverlässigen, kontaminationsfreien Betrieb gewährleistet.
Die Installation einer automatischen, schiebenden Reinraumtür ist zweifellos aufwändiger als das Aufhängen einer Standard-Innentür. Doch wenn man berücksichtigt, wie sehr sie die Effizienz des Arbeitsablaufs steigert und dabei hilft, die strengen Sauberkeitsanforderungen des Raums zu gewährleisten, ist all die sorgfältige Beachtung der Details absolut gerechtfertigt. Und wenn die Tür in ein hochwertiges Reinraumpaneelsystem eines Herstellers wie Glostarpanel integriert wird, erhalten Sie eine komplette, langlebige Lösung, die speziell darauf ausgelegt ist, Ihre kontrollierte Umgebung genau so zu halten, wie es erforderlich ist: sauber und geschützt.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbereitung des Raums und der Struktur
- Montage der Laufschiene und exaktes Ausrichten auf Waagerechte
- Einhangen der Türflügel und Verbindung mit dem Antrieb
- Die richtige Dichtung für eine saubere Raumumgebung
- Stromanschluss und Programmierung der Sensoren
- Endgültige Prüfung und Sicherstellung, dass alles perfekt funktioniert
